
Musk verliert 150-Mrd.-Klage gegen OpenAI – IPO-Weg frei
Am 18. Mai 2026 wies eine neunköpfige Bundesjury in Oakland, Kalifornien, Elon Musks Klage gegen OpenAI nach weniger als zwei Stunden Beratung einstimmig ab. Musk hatte Schadensersatz von bis zu 150 Milliarden Dollar, die Absetzung von Sam Altman und Greg Brockman sowie die Auflösung des For-Profit-Arms gefordert. Die Jury befand, Musks Ansprüche wegen Verletzung des gemeinnützigen Vertrauens und ungerechtfertigter Bereicherung seien verjährt – Musk war bereits ab 2021 über OpenAIs Umstrukturierung informiert, klagte aber erst 2024. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers schloss sich dem an und wies den Fall vollständig ab. Das dreiwöchige Verfahren mit über 20 Zeugen – darunter Microsoft-CEO Satya Nadella und OpenAI-Mitgründer Ilya Sutskever – brachte auch belastende Details über Musk selbst zutage: Er hatte OpenAI-Forscher wie Andrej Karpathy unentgeltlich für Tesla arbeiten lassen und 2017 aggressiv nach Alleinkontrolle über eine mögliche For-Profit-Struktur gestrebt. Nur zwei Tage nach dem Urteil bestätigte OpenAI die Vorbereitung eines vertraulichen IPO-Prospekts bei der SEC. Goldman Sachs und Morgan Stanley begleiten den Prozess; Ziel ist ein Börsengang im Herbst 2026 bei einer angestrebten Bewertung von einer Billion Dollar. OpenAI meldete 30 Milliarden Dollar annualisierten Umsatz per April 2026 und hat bislang mehr als 180 Milliarden Dollar von Investoren eingesammelt, verbrennt jedoch weiterhin Kapital in historischem Ausmaß.
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