
Neues MCP-Spec macht Protokoll zustandslos für Enterprise-Skalierung
Das Model Context Protocol (MCP), ursprünglich von Anthropic eingeführt und heute unter dem Dach der Agentic AI Foundation (AAIF) innerhalb der Linux Foundation verwaltet, erhält mit dem aktuellen Update eine grundlegende architektonische Überarbeitung. Kernstück ist der Wechsel von einem bidirektionalen, zustandsbehafteten Protokoll hin zu einem zustandslosen Request/Response-Modell – damit entfällt die Bindung einzelner Anfragen an spezifische Server-Instanzen, was horizontale Skalierung in Unternehmensumgebungen erst praktikabel macht. Das Update wurde von den Lead-Maintainern David Soria Parra und Den Delimarsky, beide bei Anthropic tätig, in einem offiziellen Blogpost angekündigt. MCP startete ursprünglich als lokales Protokoll, das Modelle mit Anwendungen auf demselben Rechner verband; die neue Spezifikation ist daher eine erhebliche konzeptionelle Erweiterung. Neben der Zustandslosigkeit bringt das Update Multi-Round-Trip-Requests, header-basiertes Routing sowie cacheable List Results, die wiederholte Abfragen effizienter machen. Eine formale Extensions-Framework-Schicht und aktualisierte Tier-1-SDKs sollen Entwicklern den Einstieg und die Migration erleichtern. Inzwischen tragen neben Anthropic auch OpenAI, Google, Microsoft und Amazon aktiv zum Protokoll bei, was dessen wachsende Rolle als industrieübergreifender Standard für Agentic-AI-Infrastruktur unterstreicht.
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