
GM reduziert FEA-Simulationszeit von 15 Stunden auf eine Minute mit KI/ML
General Motors befindet sich laut Chief Product Officer Sterling Anderson in der dritten Epoche des Ingenieurwesens: nach empirisch-iterativem Design und funktionsspezifischen Simulationstools wie CFD und FEA kommt nun eine KI/ML-gestützte, probabilistische Gesamtoptimierung. Anderson wechselte 2025 von Aurora, dem selbstfahrenden Startup, das er 2016 mitgründete, zu GM. Der konkreteste Beleg für den Wandel: FEA-Simulationsläufe, die bislang 15 Stunden dauerten, laufen nun in einer Minute – was eine deutlich höhere Iterationsdichte erlaubt. Jason Fischer, Executive Director of Virtual Integration Engineering bei GM, beschreibt das System CoSim, mit dem Hardware, Software und Fahrzeugphysik gleichzeitig modelliert werden können, inklusive IP-Schutz auf die Systemarchitektur. GM wendet diese Tools nicht nur im Pkw-Bereich an, sondern auch in Motorsport (NASCAR, Formel 1), Energie, Batterietechnik, Verteidigung und dem Mondprogramm. Zwischen Motorsport und Serienentwicklung findet monatlich ein strukturierter Technologietransfer statt. Als konkretes Anwendungsbeispiel wird der Consumer-Reports-Ausweichtest genannt, der nun vollständig virtuell durchgeführt werden kann.
- Sterling Anderson, ehemals Aurora-CPO, ist seit rund einem Jahr Chief Product Officer bei GM
- CoSim-Plattform erlaubt simultane Optimierung von Fahrzeugphysik, ECUs und Software – mit IP-Schutz
- GM und seine Motorsportteams (NASCAR, F1) führen monatliche Technologietransfers durch
- Consumer-Reports-Ausweichtest wird vollständig virtuell ohne physischen Prüfstand durchgeführt
- IBM und Dallara veröffentlichten kurz zuvor ähnliche KI-gestützte CFD-Forschung mit vergleichbarem Ansatz
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