Ethan Mollicks KI-Empfehlungsguide 2026: Fokus auf agentische Systeme
Ethan Mollick, bekannt für praxisnahe KI-Forschung und seinen populären Newsletter „One Useful Thing", aktualisiert seinen Empfehlungsguide regelmäßig – und die jüngste Version markiert einen klaren Paradigmenwechsel: Statt Chat-Interfaces stehen nun agentische Modi im Vordergrund, bei denen KI-Systeme eigenständig „viele Stunden menschlicher Arbeit auf einmal" erledigen können. Vor einem Jahr dominierte noch das klassische Dreigestirn ChatGPT, Claude und Gemini; heute konzentriert sich Mollick auf ChatGPT Work/Codex und Claudes Cowork/Code-Modi. Google fällt aus der Empfehlungsliste heraus, weil Gemini noch keinen etablierten Agenten-Modus analog zu Codex oder Cowork vorweisen kann – Googles Versuch „Gemini Spark" hat sich laut Willison bislang nicht behauptet. Willison hebt hervor, dass Mollicks Guide eine nützliche Unterscheidung liefert: Agenten, die einen von den KI-Unternehmen bereitgestellten Computer nutzen (cloudbasiert), versus Agenten, die direkten Zugriff auf den eigenen Rechner des Nutzers erhalten (via Desktop-App). Die Benennung der Modi ist dabei konzeptionell verwirrend: „Work" und „Cowork" bezeichnen sowohl cloud- als auch lokale Varianten, ohne dass die Namen einen Hinweis auf den Unterschied geben. Besonders hob Willison einen technischen Unterschied hervor: ChatGPT Work auf Mobilgeräten schaltet den Code-Interpreter-Container aus dem Internet-Lockdown heraus – was auf dem Desktop anders gehandhabt wird und für viele Nutzer völlig unerkennbar ist.
- Mollicks Guide nennt o3, Claude 4 Opus und Gemini 2.5 Pro als die noch vor einem Jahr führenden Modelle — alle drei spielen in der aktuellen Agenten-Empfehlung keine zentrale Rolle mehr.
- ChatGPT bietet zwei Agenten-Modi: 'Work' (cloudbasiert) und 'Codex' (lokal per Desktop-App) — Claude entsprechend 'Cowork' und 'Code', ohne namenstechnische Entsprechung.
- Der Code-Interpreter-Container von ChatGPT Mobile erhält im Work-Modus Internetzugang — ein Verhalten, das laut Willison 'spektakulär unintuiv' und kaum dokumentiert ist.
- Willison verlinkt den Beitrag mit den Tags 'general-agents' (11 Einträge) und 'code-interpreter' (31 Einträge), was den Seltenheitswert des Themas in seinem Blog unterstreicht.
- Dynatrace sponsert den betreffenden Weblog-Post mit einem Hinweis auf Observability als Enabler für agentische SDLC-Integration — ein Kontext, der die wachsende Enterprise-Relevanz des Themas spiegelt.
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