ADATA-Chef warnt: DRAM-Engpass dauert noch 10 Jahre an
Der Vorsitzende von ADATA, einem der großen taiwanischen Speicherhersteller, hat öffentlich gewarnt, dass die weltweite DRAM-Knappheit noch rund zehn weitere Jahre andauern dürfte. Hintergrund ist die massiv gestiegene Nachfrage durch KI-Rechenzentren, die zunehmend auf High-Bandwidth-Memory (HBM) und große DRAM-Kapazitäten angewiesen sind. Gleichzeitig sind neue Fab-Kapazitäten extrem kapitalintensiv und benötigen Jahre vom Investitionsbeschluss bis zur Produktionsreife. Die Dominanz weniger Hersteller – insbesondere Samsung, SK Hynix und Micron – begrenzt die Geschwindigkeit, mit der neue Kapazitäten in den Markt kommen können. Für den Markt lokaler KI-Hardware und Consumer-DRAM bedeutet das: Preisrückgänge auf das Vor-KI-Niveau sind mittelfristig nicht zu erwarten. Besonders betroffen sind speicherintensive Workloads wie das Ausführen großer Sprachmodelle, bei denen DRAM-Bandbreite und -Kapazität direkte Leistungsengpässe darstellen. Die Aussage des ADATA-Vorsitzenden ist insofern bemerkenswert, als sie von einem Marktteilnehmer kommt, der selbst von hohen DRAM-Preisen profitiert – was der Warnung ein gewisses Eigeninteresse verleiht, sie aber nicht zwingend weniger glaubwürdig macht.
- ADATA-Vorsitzender prognostiziert rund 10 Jahre anhaltende DRAM-Knappheit — ungewöhnlich langer Zeithorizont für eine Marktprognose.
- Treiber der Knappheit ist laut Einordnung die explodierende Nachfrage durch KI-Rechenzentren, insbesondere nach HBM (High Bandwidth Memory).
- Neue Produktionskapazitäten für DRAM erfordern Milliardeninvestitionen und mehrjährige Vorlaufzeiten, was schnelle Angebotserweiterungen strukturell hemmt.
- Der Markt wird von drei Anbietern (Samsung, SK Hynix, Micron) dominiert, was den Wettbewerbsdruck auf der Angebotsseite begrenzt.
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- Treiber der Knappheit ist laut Einordnung die explodierende Nachfrage durch KI-Rechenzentren, insbesondere nach HBM (High Bandwidth Memory).
- Neue Produktionskapazitäten für DRAM erfordern Milliardeninvestitionen und mehrjährige Vorlaufzeiten, was schnelle Angebotserweiterungen strukturell hemmt.
- Der Markt wird von drei Anbietern (Samsung, SK Hynix, Micron) dominiert, was den Wettbewerbsdruck auf der Angebotsseite begrenzt.
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