BIS-Studie: Wie der KI-Boom von Cashflows zu Schulden finanziert wird
Das BIS Bulletin Nr. 120 (veröffentlicht am 14. Juli 2026) untersucht, wie der KI-Boom finanziert wird – und wie sich die Finanzierungsquellen dabei strukturell verschieben. In der Frühphase trugen vor allem große Tech-Konzerne wie Microsoft, Alphabet und Meta die KI-Investitionen aus ihren eigenen operativen Cashflows; diese Selbstfinanzierung ermöglichte rasche Skalierung ohne externe Abhängigkeiten. Zunehmend aber greifen Akteure – darunter spezialisierte KI-Startups und Infrastrukturanbieter – auf Fremdkapital zurück, also auf Anleihen, Bankdarlehen und strukturierte Kreditprodukte. Die BIS analysiert, welche makrofinanziellen Risiken diese Verlagerung mit sich bringt: Steigende Zinslasten können die Profitabilität junger KI-Unternehmen gefährden, insbesondere wenn deren Umsätze noch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Zudem entstehen Ansteckungsrisiken, wenn fremdfinanzierte KI-Investments in Stressphasen gleichzeitig liquidiert werden müssen. Die Studie ordnet den KI-Boom in historische Parallelen ein – etwa zum Dotcom-Zyklus der späten 1990er-Jahre – und diskutiert regulatorische sowie aufsichtsrechtliche Implikationen für Zentralbanken und Finanzstabilitätsbehörden.
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