
Amazon-Mitarbeiter „tokenmaxxen" wegen Druck zur KI-Nutzung
Amazon hat in den vergangenen Wochen sein internes Agenten-Tool MeshClaw breit ausgerollt. Das Tool – inspiriert vom viralen Open-Source-Projekt OpenClaw – erlaubt es Mitarbeitern, KI-Agenten zu erstellen, die eigenständig auf Workplace-Software zugreifen, E-Mails triagieren, Code-Deployments anstoßen und mit Apps wie Slack interagieren. Mehr als drei Dutzend Amazon-Mitarbeiter haben an MeshClaw gearbeitet. Der Hintergrund der grassierenden „Tokenmaxxing"-Praxis: Amazon hat für über 80 Prozent der Entwickler wöchentliche KI-Nutzungsziele eingeführt und verfolgt den Token-Verbrauch auf internen Leaderboards. Obwohl das Unternehmen offiziell erklärt, die Statistiken fließen nicht in Leistungsbewertungen ein, berichten mehrere Mitarbeiter, dass Manager die Daten dennoch beobachten. Auch bei Meta sollen Mitarbeiter ähnlich vorgehen. Sicherheitsbedenken spielen ebenfalls eine Rolle: Mitarbeiter äußern sich besorgt über die weitreichenden Zugriffsrechte, die MeshClaw standardmäßig erhält. Amazon plant in diesem Jahr Kapitalausgaben von 200 Milliarden US-Dollar, der Großteil davon für KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur.
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