
Gegen den Strom: Warum KI-Skepsis zur legitimen gesellschaftlichen Haltung wird
Autorin Marisa Kabas beschreibt in The Handbasket ihre wachsende Radikalisierung zur „Anti-KI-Evangelistin" und bettet das in aktuelle Ereignisse ein: Buzzfeed-Gründer Jonah Peretti übernahm nach dem Verkauf von 52 % der Anteile an Milliardär Byron Allen die neue Rolle als „President of Buzzfeed AI". Ex-Google-CEO Eric Schmidt erntete bei der Abschlussfeier der University of Arizona Buh-Rufe, als er Absolventinnen und Absolventen aufforderte, KI bedingungslos zu umarmen. Ähnliches widerfuhr dem Label-Chef Scott Borchetta an der Middle Tennessee State University – sein Kommentar „Deal with it" gegenüber Studierenden mit geschwundenen Jobperspektiven wurde zum Sinnbild des Graben zwischen Technologie-Eliten und Bevölkerung. Hinzu kommen zwei literarische KI-Skandale vom selben Tag: Das Buch „The Future of Truth" von Steven Rosenbaum enthielt nachweislich fabrizierte Zitate, die durch ChatGPT und Claude entstanden; und beim Commonwealth Short Story Prize geriet eine Gewinnergeschichte in Granta unter KI-Verdacht – woraufhin Grantas Verlag das Werk ausgerechnet mit Claude.ai auf KI-Gehalt prüfte. Kabas sieht darin ein Muster: Die kritische Masse an KI-Nutzung ist erreicht, produziert aber Fehler statt Fortschritt.
- Buzzfeed wurde mit 52 % Anteilsverkauf an Byron Allen gerettet; Peretti wird President of Buzzfeed AI.
- Eric Schmidt bei University of Arizona: 'When someone offers you a seat on the rocket ship, you do not ask which seat.' – gefolgt von Buh-Rufen.
- Scott Borchetta antwortete bohrenden MTSU-Studierenden mit: 'Deal with it. It's a tool.' – Borchetta soll laut Bericht 450 Mio. USD wert sein.
- Buch 'The Future of Truth' von Steven Rosenbaum enthält KI-fabrizierte oder falsch zugeschriebene Zitate; Autor nutzte ChatGPT und Claude.
- Granta prüfte verdächtige Commonwealth-Short-Story-Prize-Gewinnergeschichte mit Claude.ai auf KI-Gehalt.
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