
Glassdoor-Analyse: Positive KI-Bewertungen von Mitarbeitern fallen von 81 auf 43 Prozent
Die Glassdoor-Auswertung erfasst Mitarbeiterbewertungen über mehrere Jahre hinweg und zeichnet ein deutlich trüberes Bild der KI-Akzeptanz, als Unternehmenskommunikation und Führungsetagen suggerieren. Während Executives KI nach wie vor überwiegend positiv bewerten, fällt das Urteil bei operativen Mitarbeitern – besonders im Bereich Versicherungsschadensbearbeitung – fast durchgängig negativ aus. Diese Kluft zwischen Management-Perspektive und Belegschaftserfahrung gilt als zentrales Ergebnis der Analyse. Neben der vieldiskutierten Angst vor Jobverlust treten drei weitere Kritikpunkte hervor: erzwungene Tool-Adoption ohne ausreichende Schulung, algorithmische Überwachung der Arbeitsleistung sowie Erwartungen an Produktivitätssteigerungen, die als unrealistisch empfunden werden. Die Studie legt nahe, dass unzureichendes Change-Management maßgeblich zur Frustration beiträgt – Mitarbeiter werden mit KI-Systemen konfrontiert, ohne in den Einführungsprozess einbezogen zu werden. Der Rückgang der positiven Nennungen von 81 auf 43 Prozent seit 2019 ist damit kein bloßes Stimmungsphänomen, sondern spiegelt konkrete Erfahrungen am Arbeitsplatz wider. Für Unternehmen, die KI-Transformationen planen oder bereits durchführen, verdeutlichen die Daten, dass technische Einführung allein ohne Vertrauensaufbau und realistische Kommunikation zunehmend auf Widerstand trifft.
- Positive KI-Erwähnungen in Glassdoor-Reviews sanken seit 2019 von 81 auf 43 Prozent – ein Rückgang von fast 40 Prozentpunkten.
- Führungskräfte bewerten KI in Reviews überwiegend positiv; bei Versicherungssachbearbeitern fällt das Urteil laut Analyse fast ausschließlich negativ aus.
- Erzwungene Adoption, algorithmische Überwachung und unrealistische Produktivitätserwartungen werden als eigenständige Kritikpunkte identifiziert – unabhängig von Jobverlustangst.
- Die Versicherungsbranche taucht als besonders problematisches Segment auf, was auf branchenspezifische KI-Einsatzmuster als Verstärker der Frustration hindeutet.
- Die Daten stammen aus öffentlichen Glassdoor-Bewertungen und bilden damit die ungefilterte Mitarbeiterperspektive ab – nicht Ergebnisse interner Unternehmensumfragen.
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