
Ferrari und IBM nutzen KI für personalisierte F1-Fan-App
Ferrari und IBM haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um die offizielle Ferrari-Fan-App grundlegend zu modernisieren. Kern der Zusammenarbeit ist der Einsatz von IBM-KI für automatisch generierte Rennzusammenfassungen, personalisierte Inhalte, ein Prognose-Feature sowie einen KI-Companion, den Fans direkt befragen können. Für die Umsetzung stellte Ferrari Stefano Pallard als „Head of Fan Development" ein — eine neu geschaffene Rolle. Die App ist nun auch erstmals auf Italienisch verfügbar, obwohl Ferrari seit Jahrzehnten eine starke italienische Fangemeinde hat. Teams erfassen während eines Rennens Millionen von Datenpunkten pro Sekunde; diese Telemetriedaten werden über die App in verständliche Fan-Inhalte übersetzt. IBM-Vizeprädidentin Kameryn Stanhouse betonte, dass Sportkontexte besonders geeignet seien, um Menschen an KI heranzuführen, weil der Nutzen direkt erlebbar ist. Ferrari gehört neben McLaren und Williams zu den wenigen Teams mit einer eigenständigen App-Strategie. F1 meldete, dass 75 % der Neufans Frauen sind, viele davon aus der Gen-Z — ein Faktor, der bei der App-Entwicklung berücksichtigt wurde.
- IBM trat die F1-Partnerschaft an, weil die Formel 1 — auch durch Netflix' 'Drive to Survive' — zu einer der meistgesehenen Sportarten weltweit wurde.
- Konkurrenten wie AWS, Oracle und Anthropic sind bereits als Tech-Partner bei F1-Teams aktiv.
- Die App enthält nun Spiele, Community-Features, Behind-the-Scenes-Inhalte und KI-gestützte Sentiment-Analyse von Fan-Nachrichten.
- Ferrari analysiert Engagement-Signale (gelesene Inhalte, Nachrichtensentiment) via KI, um die Inhalte kontinuierlich anzupassen.
- Langfristiges Ziel laut Pallard: In den nächsten fünf Jahren soll jeder Fan das Gefühl haben, die App sei individuell für ihn gebaut worden.
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