
Kritische Sicherheitslücke „BadHost" gefährdet Millionen KI-Agenten via Starlette
Die Sicherheitsfirma X41 D-Sec entdeckte in Starlette, dem ASGI-Framework, das als Basis von FastAPI dient, eine kritisch eingestufte Schwachstelle, die unter der Kennung CVE-2026-48710 und dem Namen „BadHost" geführt wird. Starlette validiert den HTTP-Host-Header nicht, weshalb Angreifer durch Injektion eines einzigen Zeichens die pfadbasierte Autorisierung umgehen können. Da Starlette das Routing anhand des tatsächlichen HTTP-Pfads vornimmt, das Attribut `request.url.path` aber auf der rekonstruierten URL basiert, entsteht eine inkonsistente Interpretation, die Auth-Mechanismen vieler Anwendungen bricht. Betroffen sind neben FastAPI auch vLLM (wo der Bug erstmals entdeckt wurde), LiteLLM, Text Generation Inference, MCP-Server sowie zahlreiche OpenAI-Shim-Proxys. MCP-Server sind besonders exponiert, da sie Credentials für externe Dienste wie E-Mail-, Kalender- und Datenbankkonten speichern. Ein von X41 D-Sec und Nemesis bereitgestellter Online-Scanner zeigt bereits reale Datenlecks in Bereichen wie Biopharma, IoT, HR und Cloud-Monitoring. Die CVSS-Bewertung liegt bei 7/10, wird von den Entdeckern aber als zu niedrig eingestuft. Der Fix ist in Starlette 1.0.1 enthalten, das am 23. Mai 2026 veröffentlicht wurde.
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