
Minnesota verbietet KI-Nacktbild-Apps mit bis zu 500.000 Dollar Strafe
Minnesota hat als erster US-Bundesstaat ein Gesetz verabschiedet, das Websites, Apps und Software, die darauf ausgelegt sind, Bilder realer Personen zu „entkleiden", explizit verbietet. Der Senat stimmte einstimmig mit 65:0 für das Gesetz, das Gouverneur Tim Walz voraussichtlich unterzeichnen wird; die Strafverfolgung soll im August 2026 beginnen. Auslöser war ein konkreter Fall: Ein Mann aus Minnesota hatte mit einer einzigen App Nacktbilder von über 80 Frauen aus seinem Bekanntenkreis erzeugt. Weil er die Bilder nicht nachweislich verbreitet hatte, griffen weder das „Take It Down Act" noch Gesetze gegen Rachepornografie. Die demokratische Senatorin Erin Maye Quade, die das Gesetz einbrachte, arbeitete mit der Nonprofit-Organisation RAINN sowie Techunternehmen zusammen, um Kollateralschäden für legitime Software wie Photoshop zu vermeiden. Ausgenommen sind Produkte, die technisches Fachwissen zur Erzeugung solcher Bilder erfordern. Als problematisch gilt die Durchsetzung gegen ausländische Anbieter — der im Minnesota-Fall genutzte Dienst DeepSwap operiert laut CNBC aus Hongkong und Dublin. Auch Elon Musks Grok steht im Fokus: Trotz angeblicher Sicherheits-Updates im Januar 2026 dokumentierte NBC News im April noch Dutzende nicht-konsensueller KI-Sexualbilder auf X. Zusätzlich besteht die Gefahr, dass ein bundesweites KI-Deregulierungsvorhaben der Trump-Administration das Gesetz aushebeln könnte.
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